Haut - Muttermalkontrollen

Die Haut ist unser größtes Organ und ist somit häufig von Erkrankungen, wie Entzündungen, Tumoren, Infektionen, als auch von Allergien und anderen umweltbedingten Schäden betroffen. Akute und chronische Hauterkrankungen sind alters- und geschlechtsunspezifisch. Kein anderes unserer Organe lässt sich so leicht und effektiv untersuchen wie die Haut.

Muttermale

Muttermale kommen bei praktisch allen Menschen vor. Sie sind angeboren oder entstehen im Laufe der Zeit. Das Aussehen der Muttermale kann deutlich variieren. Meist sind sie braun, manchmal hautfarbig, blau oder rötlich. Ziel einer Muttermaluntersuchung ist es, bösartige Muttermale in frühen Stadien zu erkennen. Dazu verwenden wir eine Speziallupe (Dermatoskopie).

Hautkrebs

Hautkrebs ist in frühen Stadien fast immer heilbar. Mit der Dermatoskopie (Speziallupe/Auflichtmikroskopie) können Hautveränderungen exakt zugeordnet werden. Durch langjährige Erfahrung und Arbeit mit der Speziallupe ist es möglich, Hautkrebs im frühen Stadium zu erkennen.

Weißer Hautkrebs: Dieser ist v.a. die Folge jahrelanger, übermäßiger UV-Bestrahlung. Klinisch äußert sich der weiße Hautkrebs im Anfangsstadium oft als raue, schuppige, rötliche Hautveränderung.

Schwarzer Hautkrebs (Melanom): Das Melanom sieht einem Muttermal oft täuschend ähnlich. Risikofaktoren sind u.a. eine übermäßige Sonnenexposition, Sonnenbrände und das Vorliegen vieler unregelmäßiger Muttermale. Das Melanom kann auch ohne erkennbare äußere Einflüsse entstehen.

Akne

Wenn wir von Akne reden, denken wir meist an Teenager und Pubertät. Unter dem Einfluss der männlichen Geschlechtshormone beginnen in der Pubertät die Talgdrüsen vermehrt Talg abzusondern. In Kombintion mit Verhornungsstörungen und Bakterien kann das zu Mitessern, Pickeln, Pusteln und Entzündungen führen. Die Akne ist keineswegs nur eine Erkrankung der Teenager; sie tritt gerne auch im Erwachsenenalter auf und kann sogar bei Neugeborenen vorkommen.
Uns stehen eine Vielzahl gut wirksamer Aknebehandlungen zur Verfügung. Eine rechtzeitig eingeleitete Aknetherapie beugt Spätschäden wie Narben vor.

Rosazea

Die Rosazea äußert sich anfangs in Form von Gesichtsröte. Wie bei der Akne sind auch hier die talgdrüsenreichen Regionen (v.a. das Gesicht) betroffen. Spätere Stadien sind durch kleine Pickeln, Pusteln und entzündliche Knötchen gekennzeichnet. Sogar die Augen können von der Erkrankung betroffen sein. Eine stadien-gerichtete Behandlung führt meist zur weitgehenden Abheilung oder Linderung der Symptome.

Entzündliche Hauterkrankungen

Hinter diesem Begriff verstecken sich viele unterschiedliche Erkrankungen; von einigen haben Sie sicher schon gehört (Neurodermitis, Schuppenflechte, Ekzeme, Weißfleckenerkrankung…und viele mehr), andere verstecken sich hinter lateinischen Begriffen, mit denen Sie vielleicht wenig anfangen können.
Vor allem bei komplexen, anfangs unklaren Krankheitsbildern heißt die Devise: so viel Information, wie möglich. Hier spielt v.a. die Dermatopathologie (= histologische Gewebeuntersuchung) eine wichtige Rolle, denn sie ist der Schlüssel zur Diagnose.

Autoimmunerkrankungen

In der Dermatologie gibt es eine Reihe von Autoimmunerkrankungen, bei denen sich das Immunsystem gegen körpereigene Strukturen richtet. Oft ist die Haut das Organ, an dem die Diagnose einer Autoimmunerkrankung gestellt wird. Auch innere Organe können betroffen sein. Eine rasche Diagnosestellung und Therapieeinleitung ist wichtig, um Spätschäden zu vermeiden.

Operative Dermatologie

In Lokalanästhesie werden Hauttumore, auffällige Muttermale und auf Wunsch kosmetisch störende Hautveränderungen entfernt. Eine histologische (feingewebliche) Untersuchung folgt im Anschluss.